| Wissenswertes über Federn und Daunen (Quelle: Online-Lexikon Wikipedia) |
Grundsätzliches Als Füllung für Zudecken und Kissen werden nur Federn und Daunen von Gänsen und Enten verwendet. Je höher der Daunenanteil und je artgerechter die Tiere gehalten werden, desto größer ist die Füllkraft und die Wärmewirkung. Als Besonderheit können auch Eiderdaunen verwendet werden. Wärmehaltung und Atmungsaktivität sind hier fast doppelt so groß wie bei einer Gänsedaune. Nicht unbedeutend ist, in welcher Region die Tiere gelebt haben und wann sie gerupft wurden. So sind im Allgemeinen kanadische oder sibirische Gänse auf Grund des dortigen Klimas hochwertiger als Tiere aus südlicheren Gefilden. Besonders Ware aus China stammt meist von Schlachttieren, deren Gefieder zum Zeitpunkt der Schlachtung noch nicht voll ausgereift ist und daher als minderwertig betrachtet werden muss. „Lebendrupf“ sind Federn von Tieren, die lebend gerupft wurden, was in letzter Zeit sehr umstritten ist. Ob die Tiere zur Zeit ihrer Mauser gerupft wurden, kann nicht kontrolliert werden und es wird daher Tierquälerei unterstellt. Ähnlich wie bei Eiern aus Käfighaltung verzichten viele Handelsbetriebe auf Lebendrupf in ihrem Sortiment und deklarieren ihre Waren als „kein Lebendrupf“. Nur die Bezeichnung „Neu“ (vor der Einführung einer europäischen Norm auch „Original weiße Gänsedaunen“ o. Ä.) garantiert, dass es sich beim Füllgut nicht um wieder aufbereitete ältere und damit minderwertige Ware handelt. Federn haben einen durchgehenden Kiel. Eine Feder kann zusammengedrückt werden und federt wieder zurück. Die Gänsefeder ist stärker gebogen als die Entenfeder und hat eine breite Spitze. Die Entenfeder ist kleiner und zierlicher und läuft vorn spitz zu. Die Unterscheidung fällt Laien sehr schwer. Federn, die für Bettwaren Verwendung finden, sind in aller Regel maximal 5 cm lang. Klassifizierung Für die verschiedenen Mischungsverhältnisse gab es die Norm RAL 092 A2. Diese ist nun abgelöst worden durch die DIN EN 12934. Folgende Verhältnisse sind wie nebenstehend definiert. Die bisherigen Benennungen werden allerdings als griffige Kurzbezeichnung im Verkauf weiterverwendet. Eine Daunendecke muss mindestens 60 % Daunen enthalten, ansonsten ist es ein Federbett. 70 % Federn und 30 % Daunen wird nach Euronorm als Federbett bezeichnet (früher Dreivierteldaune). Klasse 1 = Beste Qualität = nur Gans und Ente. Es gibt bis zu 7 Klassen. Gänsefedern und Gänsedaunen sind in vergleichbarer Sortierung teurer als Entenfedern und Entendaunen. Daher werden gerne den Gänse-Füllungen bis zu 30 % Ente beigefügt, was nach der Norm noch zulässig ist. Bei der Bezeichnung „Reine Gänsedaunen“ dürfen nur weniger als 10 % Entendaunen enthalten sein. Obwohl in Haltbarkeit, Füllkraft, Wärmehaltung und Atmungsaktivität nicht schlechter als weiße, sind graue/braune Füllqualitäten billiger. Solche Rohware wird häufig gebleicht und erscheint dann blütenweiß. Einen optischen Vorteil hat weißes Füllgut bei hellen Betthüllen in Verbindung mit weißer Bettwäsche. Eigenschaften Daunen besitzen eine hohe Elastizität. Wenn man Daunen zum Beispiel in der Hand zusammendrückt und wieder loslässt, entfalten sie sich schnell von Neuem und finden in ihre ursprüngliche Form zurück. Zudem sind Daunen leichter als andere Federtypen. Bedingt durch ihre dreidimensionale Struktur können Daunen wesentlich mehr Luft einschließen als Federn, die sich durch eher flache Federfahnen mit ausgeprägtem Federkiel auszeichnen. Diese Fähigkeit zur Wärmeisolierung wird in der daunenverarbeitenden Wirtschaft durch die Bausch- oder Füllkraft gemessen; die international verbreitete Maßeinheit heißt cuin. Das Daunengewicht ist abhängig von Vogelart und -rasse sowie vom individuellen Alter der Vögel und weist daher deutliche Unterschiede auf. Ein Kilogramm Gänsedaunen enthält etwa 250.000 bis 400.000 Daunen. Von den feinsten und zugleich leichtesten Daunen der Eiderenten müssen rund 500.000 bis zu einer Million Daunen für ein Kilogramm gesammelt werden. Informationen für Allergiker Nur wenn Sie eine Allergie gegen Bettfedern haben, sollten Sie auf Faserbetten umsteigen. Auch in diesem Fall beraten wir Sie gern. Innerhalb dichtgewebter Hüllen werden praktisch keine Milben nachgewiesen. Bei der Bettenwäsche werden Milbenkot und andere Allergene ausgespült. Wenn Sie als Allergiker wöchentlich Ihre Bettwäsche wechseln, müssen Sie nicht auf die komfortablen Eigenschaften von Daunenbetten verzichten. Interessante Links zum Thema Federn und Daunen www.vdfi.de (Verband der deutschen Daunen- und Federnindustrie e.V.) www.nomite.de (European Down & Feather Association) www.karlsluka.com (Speziallieferant für lose Federn und Daunen) |
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